Low input concept for desert agriculture

Helal, Mohamed; Hassib, M.

Konventionelle "High Input" Landbewirtschaftungspraktiken (reichliche Bewässerung und mineralische Düngung zu Monokulturen) sind für Trockengebiete wenig geeignet. Zahlreiche Anbauprojekte am Rande der Sahara scheitern deshalb an niedriger Wasser- und Düngereffizienz und enden oft in schwerer Bodenversalzung. In einem deutsch-ägyptischen Kooperationsvorhaben werden verschiedene Bewässerungs- und Düngungskonzepte im Versuchsfeld INSHAS (nördlich des Nildeltas) kombiniert mit dem Ziel, die Wasserausnutzungseffizienz zu verbessern und die Nährstoffkreise zu fördern. Wichtige Merkmale dieses Konzeptes sind: 1. Der Anbau von adaptierten Feldfruchtarten in Mischkultur mit N-fixierenden, tiefwurzelnden, mehrjährigen Baumarten (Gründünger) wie z.B. Leucaena leucocephala; 2. reduzierte Wasser- und Salzeinträge durch kombinierte Beregnung und Tropfbewässerung; 3. gezielte Anwendung von Mineraldünger (P, K, S, Mg) gemeinsam mit dem Gründünger. Erste Ergebnisse zeigen, daß N-Erträge von L. leucocephala bei 4 Schnitten im Jahr über 200 kg N/ha erreichen können. Im Vergleich zur mineralischen Düngung beträgt die N-Ausnutzung aus dem Gründünger durch Weizen mit ca. 42 % mehr als das Vierfache.

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Helal, Mohamed / Hassib, M.: Low input concept for desert agriculture. 1995.

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