Stammt das Rötelnvirus aus dem Tierreich? Studien weisen erstmals nahverwandte Viren bei Tieren in Deutschland und Uganda nach : FLI-Presseinformation 11/2020

Friedrich-Loeffler-Institut GND (edt.)

Insel Riems, 07. Oktober 2020. Bisher galt der Mensch als einziger natürlicher Wirt des Rötelnvirus (Rubellavirus), Erreger der Röteln („German Measles“). Der Ursprung der Rötelnviren war allerdings nach wie vor unbekannt. In zwei unabhängigen Studien aus den USA und Deutschland wurden nun erstmals näher mit dem Rötelnvirus verwandte Viren auch bei Tieren nachgewiesen. Während ein wissenschaftliches Team aus den USA das sogenannte „Ruhugu-Virus“ bei ZyklopenRundblattfledermäusen in Uganda fanden, wies das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das ebenfalls neue „Rustrela-Virus“ bei Zootieren und in Gelbhalsmäusen nach. Beide Viren zeigen große strukturelle Ähnlichkeiten mit dem Rötelnvirus und weisen drauf hin, dass dessen Ursprung im Tierreich zu suchen ist. Die Studienergebnisse wurden jetzt gemeinsam in der renommierten Fachzeitschrift „NATURE“ publiziert.

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Stammt das Rötelnvirus aus dem Tierreich? Studien weisen erstmals nahverwandte Viren bei Tieren in Deutschland und Uganda nach. FLI-Presseinformation 11/2020. Greifswald - Insel Riems korr. Fassung 2020. Friedrich-Loeffler-Institut.

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