Was erkunden Bioschweine in Freiland- und Stallhaltung?

Rudolph, G.; Dippel, Sabine GND; Leeb, C.; Winckler, C.

ProPIG ist ein länderübergreifendes CORE Organic II Projekt, das in insgesamt 75 Betrieben in 8 europäischen Ländern die Tiergesundheit, Umweltwirkung und den Zusammenhang zwischen Tiergesundheit und Wohlergehen mit Fütterung und Umweltwirkung in drei verschiedenen Bioschweine-Haltungssystemen (Stallhaltung mit Auslauf, ganzjährige Freilandhaltung und Teilweise Freilandhaltung) untersucht. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit dem Erkundungsverhalten von tragenden Sauen, Aufzuchtferkeln und Mastschweinen in diesen Haltungssystemen. Für die Verhaltensbeobachtung wird unterschieden, wo die Schweine sich zum Erhebungszeitpunkt tatsächlich befanden, weshalb bei Betrieben mit teilweiser Freilandhaltung zwischen Indoor und Outdoor gehaltenen Schweinen differenziert wird. Das Erkundungsverhalten der Schweine unterschied sich nicht zwischen Stallhaltung mit Auslauf (Indoor) und Freilandhaltung (Outdoor). Alle Tierkategorien beschäftigten sich zu hohen Anteilen positiv, das heißt sie manipulierten vorrangig Stroh, Raufutter und ähnliches Material, das für ihre Beschäftigung gedacht ist. Aber auch die Einrichtung, Kot oder andere Schweine werden manipuliert, wenn auch zu wesentlich geringeren Anteilen. Steine kauen, eine mit Stangenbeißen in intensiven Systemen gleichzusetzende Stereotypie, trat vorrangig bei tragenden Sauen im Freiland auf.

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Rudolph, G. / Dippel, Sabine / Leeb, C. / et al: Was erkunden Bioschweine in Freiland- und Stallhaltung?. 2014.

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