Antibiotikaresistenz bei kommensalen E. coli in der Tiermast – eine Übersicht

Käsbohrer, A.; Guerra, B.; Tenhagen, B.-A.; Weiser, A.; Helmuth, R.; Appel, B.; Schroeter, A.

Anhand repräsentativer Stichproben von Tieren und Lebensmitteln werden im bundesweiten Resistenzmonitoring nach standardisierten Verfahren E. coli-Isolate auf ihre Resistenzen untersucht und anhand epidemiologischer Cut-Off-Werte bewertet. Die Ergebnisse für die Jahre 2009 bis 2012 verdeutlichen das häufige Vorkommen antibiotikaresistenter kommensaler E. coli bei landwirtschaftlichen Nutztieren. Die höchsten Resistenzraten wurden bei Isolaten von Masthähnchen und Mastputen beobachtet, gefolgt von Mastschweinen und Mastkälbern. In der Rindermast nehmen die Resistenzraten mit zunehmendem Alter der Tiere ab. Dieses Bild spiegelt sich auch in den Lebensmitteln wieder. Die Resistenzlage bei kommensalen E. coli gilt als Indikator für den Selektionsdruck gegenüber antimikrobiellen Substanzen. Die Exposition des Menschen gegenüber diesen Keimen kann ein Problem für den gesundheitlichen Verbraucherschutz darstellen und bedarf der Entwicklung beziehungsweise Verstärkung von Handlungsstrategien

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Käsbohrer, A. / Guerra, B. / Tenhagen, B.-A. / et al: Antibiotikaresistenz bei kommensalen E. coli in der Tiermast – eine Übersicht. 2013.

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