Die komplexe Charakterisierung von Salmonella Stämmen für Lebendimpfstoffe - dargestellt am Beispiel einer auxotrophen S. Typhimurium Mutante

Schwarz, Stefan; Liebisch, Babett; Mitsching, M.; Selbitz, H.-J.; Springer, S.

Eine umfassende Charakterisierung von lebenden Salmonella-Impfstämmen wird am Beispiel der im Impfstoff Zoosaloral H enthaltenen auxotrophen Mutante von S. Typhimurium dargestellt. Sowohl die Avirulenz als auch die Auxotrophie-Merkmale des Impfstammes blieben im Verlauf von fünf Tierpassagen in Eintagsküken stabil. Mittels molekularbiologischer Methoden (Plasmidanalysen, Ribotyping, IS200-Typing, Makrorestriktionsanalysen) ist es möglich, den Impfstamm sicher von Wildstämmen der gleichen Serovar zu differenzieren und zugleich die genetische Stabilität zu überwachen. Durch Makrorestriktionsanalysen der chromosomalen DNA konnten auch Unterschiede zwischen dem Impfstamm und seinem Elternstamm aufgedeckt werden. Der Impfstamm enthält ein Virulenzplasmid von ~ 90 kbp, wobei der mittels einer Gensonde nachweisbare, virulenzassoziierte spv-Gencluster aber beim Virulenzplasmid des Impfstammes auf einem anderen HindIII-Restriktionsfragment lokalisiert ist als bei den Virulenzplasmiden von Elternstamm und Feldstämmen. Der Nachweis eines charakteristischen Restriktionsfragmentmusters für das im Impfstamm enthaltene Virulenzplasmid ermöglicht zudem Untersuchungen zum Ausschluß des Transfers des Plasmids zwischen Impf- und Feldstämmen. Durch gaschromatographische Analyse der Ganzzellfettsäuremuster gelang die Unterscheidung des Impfstammes sowohl von seinem Elternstamm als auch einem Pool von Typhimurium-Feldstämmen. Ein vergleichbares Ergebnis wurde bei der Untersuchung von Impf-, Eltern- und Feldstämmen von S. Dublin erzielt. Unter Anwendung aller beschriebenen Untersuchungsmethoden konnte die Stabilität von Passagestämmen bewiesen werden.

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Schwarz, Stefan / Liebisch, Babett / Mitsching, M. / et al: Die komplexe Charakterisierung von Salmonella Stämmen für Lebendimpfstoffe - dargestellt am Beispiel einer auxotrophen S. Typhimurium Mutante. 1995.

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