Kontamination durch versenkte Munition : TNT-Metaboliten in Fischen aus Nord- und Ostsee

Versenkte Munition in deutschen Küstengewässern, insbesondere der Sprengstoff 2,4,6-Trinitrotoluol (TNT), kann eine erhebliche Umweltgefahr darstellen. Die TNT-Metaboliten 2-Amino-4,6-dinitrotoluol und 4-Amino-2,6-dinitrotoluol reichern sich an in den Plattfischarten Kliesche (Limanda limanda), Scholle (Pleuronectes platessa) und Flunder (Platichthys flesus) in Nord- und Ostsee. In der Gallenflüssigkeit von Fischen aus Munitionsversenkungsgebieten in der Ostsee wurden die höchsten Konzentrationen dieser Schadstoffe nachgewiesen. Mit dem dargestellten Ansatz kann eine Überwachungsstrategie für Sprengstoffe in der Meeresumwelt entwickelt werden. Das ist von großer Aktualität, da die Räumung der Munition in deutschen Meeresgewässern in 2024 gestartet wurde.

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