Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU : Aktuell eher ein Hindernis beim Klimaschutz durch Moorbodenschutz

Die Klimapolitik strebt an, die hohen Treibhausgasemissionen aus entwässerten, landwirtschaftlich genutzten Böden durch Wiedervernässung zu reduzieren. Das soll auf freiwilliger Basis durch Fördermaßnahmen und die Entwicklung neuer, nasser Landnutzungsformen umgesetzt werden. Die EU-Agrarpolitik und ihre Umsetzung in Deutschland spielen hierbei bisher eine ambivalente Rolle. Einerseits gewährleisten die umweltpolitischen Grundanforderungen Schutz vor bestimmten Verschlechterungen und Agrarumwelt- und klimamaßnahmen zur moorschonenden Stauhaltung fördern den Einstieg in die Wiedervernässung. Andererseits fördert die Agrarpolitik weiter in großer Breite die klimaschädliche Nutzung entwässerter Moorböden. Der Einführung neuer, nasser Flächennutzungsformen steht die Agrarpolitik bisher mehr im Weg, als dass sie die klimapolitisch notwendige Transformation fördert. Für die Integration von Klimaschutzzielen in die Agrarpolitik bleibt mit Blick auf die Moorböden also noch viel zu tun.

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