Kommunikation wissenschaftlicher Unsicherheit – am Beispiel von Aluminium in Antitranspirantien
Wissenschaftliche Unsicherheit ist ein integraler Bestandteil des wissenschaftlichen Prozesses und spielt eine entscheidende Rolle in der Risikokommunikation. Sie kann auf verschiedene Weise auftreten, etwa durch unzureichende Daten, methodische Schwächen oder unterschiedliche Interpretationen von Ergebnissen. Da neue Erkenntnisse den Wissensstand kontinuierlich erweitern, können sich wissenschaftliche Aussagen im Laufe der Zeit ändern. Ein Beispiel hierfür ist die Überarbeitung der Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zu Aluminiumverbindungen im Jahr 2020. Diese Aktualisierung basierte auf neuen wissenschaftlichen Studien, die zeigten, dass die Aufnahme von Aluminium über die Haut signifikant geringer ist als zuvor angenommen. Nach aktuellem Wissensstand ist die Wahrscheinlichkeit gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch die regelmäßige Nutzung aluminiumhaltiger Antitranspirantien daher als sehr gering anzusehen. Der vorliegende Artikel diskutiert anhand dieses Beispiels sowohl die Herausforderungen an die Risikokommunikation als auch verschiedene Maßnahmen, wie die Optimierung und visuelle Aufbereitung von Gesundheitsinformationen. Als Schlussfolgerung wird hervorgehoben, dass weitere Forschung zur Kommunikation von Unsicherheit erforderlich ist und weitere geeignete Maßnahmen entwickelt werden müssen, um diese Unsicherheiten effektiv zu vermitteln.
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