Von der Kritik an der Säkularisierungsthese zur Rekonfiguration zeitgenössischer Gesellschaftsverständnisse : Was leisten Entwürfe zur Soziologie der Heiligkeit?
Jens Jetzkowitz und Oliver Schmidtke diskutieren verschiedene Ansätze zu einer Soziologie der Heiligkeit. Bei Caillois, Parsons, Shils, Alexander, Lynch, Mellor/Shilling, Franzmann und Anderen haben sich, so ihre These, Zugänge zu Kontingenzen und Unverfügbarkeiten in zeitgenössischen Gesellschaften gebildet, die bei aller Verschiedenheit eine Grundannahme teilen: dass sich Problemlagen, die früher religiös bearbeitet wurden, mit der Säkularisierung nicht einfach auflösen. Der Beitrag ordnet den Diskurs ausgehend von Webers Theorie der universalhistorischen Rationalisierung und Durkheims Versuch, eine allen Religionen gemeinsame Grundlage zu bestimmen. Darauf aufbauend wird skizziert, wie eine Soziologie der Heiligkeit das Verständnis von Gegenwartsgesellschaften vertiefen kann.
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