Anpassungsstrategien regionaler Akteure an einen beschleunigten Strukturwandel in einer Veredelungsintensivregion
Der Nordwesten Deutschlands weist die höchste Viehdichte in Deutschland auf. Damit einher gehen Folgeproblematiken für Tier, Mensch und Umwelt. Politische Bestrebungen, die hohen Viehdichten zu reduzieren, werden sich insbesondere auf viehhaltungsintensive Regionen auswirken (BMU, 2016; BMEL, 2019). Dieses Papier befasst sich mit den Anpassungsstrategien der regionalen Akteure der Wertschöpfungskette Viehwirtschaft. Es basiert auf Daten aus Interviews mit Expertinnen und Experten. Die Anpassungsfähigkeit wird aus Perspektive der Theorie der Strategic Action Fields (SAF) betrachtet. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass angesichts sinkender Viehbestände feldinterne Veränderungen im alten Produktionssystem stattfinden. Das Verhalten einiger regionaler Akteure des etablierten Netzwerkes begünstigt aber auch strukturelle Beharrungstendenzen. Die Wahrscheinlichkeit einer einschneidenden Feldtransformation hängt von der Stärke der etablierten Akteure sowie der Haltung der relevanten staatlichen Akteure ab.
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