Ausgestaltung der Ökoregelungen in Deutschland - Stellungnahmen für das BMEL : Band 5 - Vorschläge zur Ausgestaltung der "Grünen Architektur" in Deutschland auf Basis der Legislativvorschläge der Europäischen Kommission zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020

Mit der gegenwärtigen Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) verfolgt die EU insbesondere das Ziel, neben der Einkommensstützung den Beitrag des Agrarsektors zum Schutz des Klimas, der Umwelt und der biologischen Vielfalt zu erhöhen. Hierfür wird in der neuen GAP seit dem 01.01.2023 in der 1. Säule die Basisprämie an die Einhaltung der „erweiterten Konditionalität“ gebunden und es werden Ökoregelungen eingeführt. Für die freiwillige Teilnahme an den Ökoregelungen erhalten die Landwirt*innen eine zusätzliche Förderung. Weiterhin möchte die EU die Agrarpolitik flexibler gestalten und stärker an den Bedürfnissen der jeweiligen Mitgliedstaaten ausrichten. Hierfür müssen die Mitgliedstaaten nationale GAP-Strategiepläne entwickeln und darin die Ausgestaltung der Ökoregelungen festlegen.
Am 01.06.2018 veröffentlichte die Europäische Kommission drei Verordnungsentwürfe zur GAP. Davon ist die GAP-Strategieplan-Verordnung (COM 2018/392 final) für die Grüne Architektur die wichtigste. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich im Folgenden alle Verordnungsentwurfsverweise auf diese und zwar auf den Vorschlag vom 01.06.2018 und nicht auf den letztendlich verabschiedeten Rechtstext. Das vorliegende Thünen Working Paper reflektiert den Diskussionsstand sowie die gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen im Herbst 2018.
Der vorliegende Band 5 des Thünen Working Papers 180 stellt die Elemente der Grünen Architektur ausgehend vom Kommissionsvorschlag vor. Ferner gibt er einen Überblick zu den relevanten politischen Zielen im Bereich Umwelt-, Klima- und Tierschutz und ihrem jeweiligen Grad der Zielerreichung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund werden verschiedene Optionen diskutiert, wie eine zielgerichtete Gestaltung der Grünen Architektur in Deutschland gestaltet werden könnte. Ferner liefert er die Einschätzung der Autoren, inwieweit sich bestimmte Elemente der Grünen Architektur zur Umsetzung von (Förder-)Maßnahmen eignen.

With the current reform of the Common agricultural policy (CAP), the EU aims to increase in particular the contribution of the agricultural sector to the protection of the climate, the environment and biodiversity in addition to income support. Therefore, the income support of the first pillar will be linked to compliance with 'extended conditionalities' and supplementary Eco-schemes will be introduced in the CAP’s first pillar from 01.01.2023 on. Farmers will receive additional payments if they participate voluntarily in the Eco-schemes. Furthermore, the EU wants to increase the flexibility of the agricultural policy and tailor it better to the needs of the different member states. For this purpose, the member states have to develop national CAP strategic plans and specify, among other, the Eco-schemes.
On 01.06.2018, the European Commission published three draft regulations for the CAP. The CAP Strategic Plan Regulation (COM 2018/392 final) is the most important for the Green Architecture. Unless otherwise stated, all draft regulation references in the following refer to the proposal of this regulation from 01.06.2018 and not to the final adopted legal text. This paper reflects the state of discussions, as well as the legal and economic framework conditions in autumn 2018.
Volume 5 of the Thünen Working Paper 180 presents the elements of the Green Architecture based on the Commission’s proposal. It also provides an overview of the relevant policy objectives in the field of environmental, climate and animal protection and their respective degree of target achievement in Germany. Against this background options the authors discuss different options to design a goal-oriented Green Architecture for Germany. It also reflects the authors' assessment of the suitability of the different elements of the Green Architecture for the implementation of (funding) measures.

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