Critical review on a sustainable circular bio-economy for the forestry sector = Zirkuläre Bioökonomie in der Forst- und Holzwirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung - Eine wissenschaftliche Einordnung

Um die natürlichen Ressourcen zu schützen, muss sich unsere Wirtschaft umstrukturieren – denn auch sie ist angewiesen auf die wertvollen Rohstoffe. Bei dieser Transformation müssen die drei Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung berücksichtigt werden: Umwelt, Soziales und Wirtschaft. Systemdenken ist die Grundlage für eine nachhaltige zirkuläre Bioökonomie. Auch der Forst-Holz-Sektor muss daher sein gesamtes Wertschöpfungssystem in den Blick nehmen, um (i) Möglichkeiten zu schaffen, Biomasse mehrfach zu nutzen und (ii) Konflikte um die verschiedenen Ansprüche an den Wald zu bewältigen. Ob eine nachhaltige Verteilung von Ressourcen gelingt, hängt vom Kontext ab: Es gibt für eine nachhaltige zirkuläre Bioökonomie nicht die eine beste Option. Je nach Situation helfen verschiedene Strategien beim Werterhalt von Ressourcen (R). Die Strategien können zudem auch in verschiedenen Kaskaden kombiniert werden. Um den Übergang zu einer nachhaltigeren Nutzung von Holz voranzutreiben, empfiehlt die für diesen Bericht untersuchte Literatur den Entscheidern, die politischen Maßnahmen innerhalb und zwischen den Bereichen mit Bezug zum Forst-Holz Sektor besser zu koordinieren. Der Schwerpunkt sollte dabei auf der Reduzierung von Holzabfällen liegen statt auf ihrer Bewirtschaftung. Dazu sollten Marktanreize und Zielvorgaben genutzt werden. Den Unternehmen wiederum wird empfohlen, technologische Innovationen in zirkuläre Geschäftsmodelle zu integrieren, die auf einer Vielfalt von Produkten und Partnern basieren, um die Resilienz zu erhöhen. Diese Innovationen sollten darauf abzielen, die Lebensdauer von Produkten und Ressourcen zu verlängern, für eine maximale Wertschöpfung. Auch die Wissenschaft kann zur Optimierung beitragen, etwa indem sie Daten über das komplexe Netz der Lieferketten sammelt und ihre Forschung über verschiedene Disziplinen hinweg koordiniert. Die Transformation zu einer nachhaltigen zirkulären Bioökonomie birgt viele potenzielle Vorteile: Die mehrstufige Nutzung von Holz in Kaskaden bewahrt nicht nur den Wert dieser wertvollen Ressource, sondern sichert auch Arbeitsplätze, Rohstoffversorgung und gesunde Ökosysteme. Das größte Hindernis für derartige Maßnahmen ist bisher das Fehlen eines ganzheitlichen Zielkonzeptes. Daher endet dieser Bericht mit einem Leitfaden, der im gesamten Forst-Holz-Sektor Diskussionen über alle praktischen Aspekte und Folgen einer Transformation anstoßen soll. Nur so wird deutlich, welche konkrete Bedeutung die Transformation zu einer zirkulären Bioökonomie für die Versorgung mit Holz und dessen Nutzung haben wird. Dadurch kann der Bericht auch den Weg für Aktionspläne ebnen.

There is a need for economic restructuring (also called transformation) to safeguard our natural resources, which our economy relies upon. To address global challenges in the use of bio-resources, the three dimensions of sustainable development need to be accounted for: environmental, social, economic. System thinking is the foundation of a sustainable circular bio-economy. Having the entire forestry sector, which is the entire forest product value system, in view is needed to (i) enable biomass use in a series, and to (ii) manage conflicts over the various forest demands. Sustainable resource allocation depends on the context. To implement a sustainable circular bio-economy there is no one best option. Depending on the given situation, there are various resource value retention (R) strategies that can be combined in various cascades. The literature studied for this report, recommends governments to better coordinate policies, within and across domains, to drive the transition to a sustainable circular bio-economy. The focus should be on reducing waste instead of on managing waste, using market incentives and targets. Businesses are advised to integrate technological innovations in circular business models, based on a diversity of products and partners for an increased resilience. Innovations should focus on extending product and resource life-time for maximal resource valorisation. Researchers could speed up innovations through the collection of data across the complex supply chain network, and by coordinating research across disciplines. A transition towards a sustainable circular bio-economy can bring many potential benefits. Resource value retention strategies, enabling wood use in multi-stage cascades can secure jobs, resource supply as well as healthy ecosystems. The biggest hindrance for action, so far, is the not well thought out path. Therefore, this report ends with a guide to start discussions, across the forestry sector, on all practicalities and consequences of a transition. Only in this way, the concrete meaning of a transition for forest resource supply and use can become clear, opening the way for action plans.

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