Erhöhte Ebenen in der Hühnermast

In der Diskussion um mehr Tierwohl spielt die Strukturierung der Ställe auch bei Mastgeflügel zunehmend eine Rolle. Eine Möglichkeit ist es, den Tieren erhöhte Ebenen anzubieten. Auf diesen können sie ihrem arteigenen Verhalten entsprechend erhöht ruhen, außerdem bieten sie Rückzugsmöglichkeiten sowohl auf als auch unter den Ebenen. Damit die Ebenen nach den gesetzlichen Vorgaben auf die nutzbare Fläche angerechnet werden können, müssen sie planbefestigt und eingestreut sein. Die genehmigte Tierzahl für den jeweiligen Stall bleibt unverändert. Wenn die Ebenen als zusätzliche Fläche angeboten werden, müssen sie nicht eingestreut werden. Eine Alternative sind perforierte Flächen: sie fördern den Luftaustausch und können besonders im Sommer die Thermoregulation unterstützen. Die Nutzung der erhöhten Ebenen hängt neben der Gestaltung auch von Alter und Gewicht der Masthühner, von der Genetik und vom generellen Zustand der Herde ab. Aber auch Tages- und Jahreszeit beeinflussen das Verhalten der Tiere. Zur Zeit laufen mehrere Untersuchungen zu den erhöhten Ebenen, z.B. als Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz. Untersucht werden Gestaltung und Dimensionierung der Ebenen und der Aufstiege, aber auch die Eignung unterschiedlicher Materialien. Im Fokus stehen unter anderem die Struktur und die Schlitzweiten der Aufstiege, außerdem der Einsatz perforierter Flächen und deren Ergänzung durch Kotbänder. Das Netzwerk Fokus Tierwohl wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, und ist eingebettet in das Bundesprogramm Nutztierhaltung des Bundes. www.fokus-tierwohl.de

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