Ökonomische Analyse zur Optimierung der Stickstoffdüngung im Freilandgemüsebau

Ein wesentliches Element des Grundwasserschutzes ist die Verringerung der Nitratverluste in der landwirtschaftlichen Produktion. Die Frage nach wirksamen Maßnahmen zur Steigerung der Stickstoffeffizienz und damit zur Minimierung der Nitrateinträge in Grund- und Oberflächenwasser ist daher, unabhängig von derzeitigen Diskussionen um gesetzliche Regelungen, von dauerhafter Relevanz. Für die Erzeugung von qualitativ hochwertigem Gemüse ist eine optimale Nährstoffversorgung eine Grundvoraussetzung. Allerdings lassen einige gemüsebauliche Kulturen relativ hohe Mengen an Stickstoff als erforderlichen Mindestvorrat zum Zeitpunkt der Ernte im Boden zurück (Rest-Nmin). Auch verbleiben relevante Stickstoffmengen in den Ernteresten auf dem Feld und unterliegen dem Risiko der Auswaschung in tiefere Bodenschichten oder in das Grundwasser. Das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderte Modell- und Demonstrationsvorhaben Stickstoffdüngung im Freilandgemüsebau (MoDeN) hat in enger Zusammenarbeit von Praxis, Beratung und Wissenschaft Maßnahmen zur Optimierung der Düngung bewertet. Auf Projektbetrieben in Nordrhein-Westfalen, im Knoblauchsland und in der Pfalz wurden deshalb verschiedene Maßnahmen auf ihre Praxistauglichkeit untersucht. Die ökonomische Begleitforschung hat dabei die Aufgabe, Kosten und Nutzen der unterschiedlichen Maßnahmen für eine optimierte Stickstoffdüngung zu analysieren und eine objektive Entscheidungsgrundlage zur Verfügung zu stellen. In diesem Beitrag werden Ergebnisse aus Modell- und Beispielrechnungen zu verschiedenen Maßnahmen vorgestellt. Grundlage dafür waren die Erfahrungen aus der Maßnahmenumsetzung auf den Praxisbetrieben.

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