Ist das DVL-Modell "Gemeinwohlprämie" als potenzielle Ökoregelung der GAP nach 2020 geeignet?

Röder, Norbert GND; Laggner, Birgit GND; Reiter, Karin GND; Offermann, Frank GND

In der vorliegenden Stellungnahme untersuchen die Autor*innen im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, ob und inwieweit das Modell der Gemeinwohlprämie des Deutschen Verbands für Landschaftspflege für eine Umsetzung im Rahmen der Öko-Regelungen der GAP nach 2020 geeignet ist. Hierzu werden die rechtliche und verwaltungstechnische Umsetzbarkeit untersucht und die Umweltwirksamkeit mit Fokus auf Biodiversitäts-und Klimaschutz, die Auswirkungen auf einzelbetriebliche Einkommenund die Wirkung auf die betriebliche und regionale Mittelumverteilung abgeschätzt. Der Ansatz der Gemeinwohlprämie ist prinzipiell geeignet, um die Erbringung von Gemeinwohlleistungen über das Instrument der Ökoregelungen zu fördern und er ist mit einigen Anpassungen als Ökoregelung nach Art.28(6)a der (COM, 2018) umsetzbar. Im Vergleich zu den im Papier der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Weiterentwicklung der GAP“ (BLAG, 2020) dargelegten Optionen lässt sich mithilfe der Gemeinwohlprämie voraussichtlich ein deutlich höheres Niveau an Umweltleistungen bei gegebenem Mitteleinsatz realisieren .Ferner kann das System dynamisch weiterentwickelt und um neue Gemeinwohlleistungen ergänzt werden. Auch kann die Gewichtung einzelner Maßnahmen durch Anpassung ihrer Punktwerte über die Zeit erfolgen, ohne einen Systemwechsel zu vollziehen.

In this scientific opinion, the authors, on behalf of the Federal Ministry of Food and Agriculture, examine whether and to what extent the model of the Public Goods Bonus developed by theGerman Landcare Association is suitable for implementation as Eco-Scheme within the CAP after 2020. For this purpose, we analyse the legal and administrative feasibility and the environmental effec-tiveness with a focus on biodiversity and climate protection. In addition, we estimate the effects on individual farm incomes and the effect on farm and regional redistribution of support payments. In principle, the approach of the public goods premium is suitable to promote the provision of public goods services via the instrument of eco-schemes and it can be implemented with some adjustments as an eco-scheme according to Art. 28 (6) a of the (COM, 2018). Compared to the options presented in the paper of the Bund-Länder Working Group on the ‘Development of the CAP’(BLAG, 2020), the Public Goods Bonusis likely to achieve a significantly higher level of environmental services for a given budget. Furthermore, the system can be dynamically developed and new public goods can be successively included. The weighting of individual measures can also be adjusted over time by adjusting their point values without changing the underlying architecture.

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Röder, Norbert / Laggner, Birgit / Reiter, Karin / et al: Ist das DVL-Modell "Gemeinwohlprämie" als potenzielle Ökoregelung der GAP nach 2020 geeignet?. Braunschweig 2021. Johann Heinrich von Thünen-Institut.

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