Export von Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnissen aus Deutschland: Sicherung des bestehenden Handels und Marktöffnungsverfahren

Kirsch, Nadine GND; Krügener, Silke GND; Rudloff, Jan Eike GND; Schwan, Juliette; Ritter, Anabel; Brenken, Ann-Christin

Mit einem stetig wachsenden internationalen Handel, der die Ein- und Verschleppung von Schadorganismen begünstigt, werden auch die Anforderungen zur Minimierung des Verbreitungsrisikos von Schadorganismen immer wichtiger und es können Handelshemmnisse auftreten. Infolgedessen nehmen die phytosanitären Aspekte bei der Sicherung des bestehenden Handels mit Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnissen und bei der Erschließung neuer Märkte an Bedeutung zu. Der verbindliche Rahmen wird hierbei maßgeblich durch die phytosanitären Einfuhrvorschriften von Drittländern, aber auch durch internationale Standards gebildet. Hat das Importland bisher keine phytosanitären Einfuhrvorschriften für eine bestimmte Warenart festgelegt, können diese im Zuge eines Marktöffnungsverfahrens und der Durchführung einer entsprechenden Risikoanalyse verhandelt und etabliert und bestenfalls ein Marktzugang erreicht werden. Die einzelnen Schritte eines Marktöffnungsverfahrens werden beschrieben und anhand von drei für Deutschland bedeutende Warenklassen (Äpfel, Getreide und Kartoffeln) wird aufgezeigt, welche Schadorganismen für die Drittländer relevant sind und welche phytosanitären Maßnahmen zur Verhinderung einer Verschleppung dieser Schadorganismen ergriffen werden müssen.

With the continually growing international trade, which facilitates the introduction and spread of pests, requirements to minimize the risk of spreading pests are becoming increasingly important and trade barriers may emerge. As a result, phytosanitary aspects are becoming increasingly important for maintaining existing trade with plants and plant products and for the opening of new markets. The mandatory framework is mainly formed by the phytosanitary import regulations of third countries, but also by international standards. If the importing country has not established phytosanitary import regulations for a specific commodity, these can be negotiated and established in the course of a market opening procedure and the conduction of an appropriate pest risk analysis. At the best, a market access can be achieved. The individual steps of a market opening procedure are described and, based on three classes of goods important for Germany (apples, cereals and potatoes), it is shown which pests are relevant for third countries and which phytosanitary measures must be taken to prevent the spread of these pests.

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Kirsch, Nadine / Krügener, Silke / Rudloff, Jan / et al: Export von Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnissen aus Deutschland: Sicherung des bestehenden Handels und Marktöffnungsverfahren. 2020.

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