Alles nur geträumt? : Erste Fälle der Schlafkrankheit der Karpfen in Baden-Württemberg

Nardy, Elisabeth GND; Bergmann, Sven GND

Erstmals trat im Jahr 2015 nun auch in Baden-Württemberg die Schlafkrankheit der Karpfen auf. Das CVUA Stuttgart ließ im vergangenen Jahr vermehrt Proben auf den Erreger dieser Erkrankung untersuchen, nachdem sich Berichte aus benachbarten EU-Staaten und auch aus anderen Bundesländern über das Auftreten der Schlafkrankheit häuften. Verdächtige Proben wurden zur Diagnostik an das nationale Referenzlabor für Viruskrankheiten {Friedrich-LöfflerInstitut, FLI) weitergeleitet. Bei 8 Proben des CVUAs wurde der Verdacht bestätigt. Die sogenannte Schlafkrankheit wird durch ein Virus verursacht, wobei die Fische zunächst apathisch sind, später auch auf der Seite liegen {daher der Name) und letztlich verenden. [...] Die CEV-lnfektion ist neben der Infektion mit dem Koi-Herpesvirus oder dem Virus der Frühjahrsvirämie unbedingt als mögliche Ursache für Karpfensterben zu berücksichtigen. Ein Zusammenhang mit Stressoren, wie Überbesatz, Umsetzen oder durch weitere Erkrankungen, erscheint wahrscheinlich und kann durch unsere Beobachtungen bestätigt werden. Da in der Karpfenteichwirtschaft Maßnahmen, wie Aufsalzen oder Temperaturerhöhung, zur Minderung der Sterblichkeitsrate, wie dies bei den Kais durchgeführt wird, nicht möglich sind, kann man hier nur auf allgemeine prophylaktische Maßnahmen bzw. Sanierungsmaßnahmen im Seuchenfall zurückgreifen. (Quelle: Verf.). --SW: CEV (Carp Edema Virus), KSDV (Koi Sleepy Disease Virus).

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Nardy, Elisabeth / Bergmann, Sven: Alles nur geträumt? : Erste Fälle der Schlafkrankheit der Karpfen in Baden-Württemberg. 2016.

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