Virenalarm : Der Handel mit exotischen Wildtieren

Rehmsmeier, Andrea; Reufels, Bernd

Das Coronavirus hat den Sprung vom Tier zum Menschen geschafft und hält die Welt in Atem. Doch welche Viren schlummern noch in exotischen Tieren? Und welche Gefahr bedeutet der Import der Tiere in deutsche Wohnzimmer? Exoten als Haustiere Sprungmarkennavigation im Beitrag Exoten als Haustiere Newsletter Team Artenschützer und Virologen fordern eine strengere Regulierung. Tiger, Kobra, Fledermaus und Flughund – im Internet lassen sich lebende exotische Tiere aus aller Welt erwerben. Und unter bestimmten Bedingungen dürfen sie auch ganz legal in privaten Haushalten in Deutschland gehalten werden. Worüber viele sich jedoch keine Gedanken machen: Viele Tiere stammen aus der Wildnis. Sie sind Träger zahlreicher Viren, Bakterien und Parasiten. Exotische Tiere können exotische Krankheiten ins heimische Wohnzimmer einschleppen. Artenschützer schlagen Alarm. Zum einen werden seltene Arten bedroht, indem Händler sie in den Heimatländern aus der Wildnis entnehmen. Zum anderen besteht ein Gesundheitsrisiko bei all denen, die nicht wissen, was sie sich da ins Haus holen. So starben im Jahr 2015 drei Menschen in Sachsen-Anhalt, die privat exotische Hörnchen hielten. Als Grund für die tödliche Erkrankung konnte das Friedrich-Loeffler-Institut schließlich ein Virus ausfindig machen, das von den Tieren auf die Besitzer übertragen worden war. Ein Bündnis aus zwölf Tier- und Artenschutzverbänden fordert nun ein umfassendes und sofortiges Einfuhrverbot für lebende Wildtiere nach Deutschland – mit nur wenigen Ausnahmen.

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Rehmsmeier, Andrea / Reufels, Bernd: Virenalarm : Der Handel mit exotischen Wildtieren. Verfügbar bis 9.5.2025 2020.

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