Robinie - eine Option für den Klimawandel? - Erste Ergebnisse einer Klonprüfung

Hofmann, Martin; Grotehusmann, Helmut; Schneck, Volker GND

Die Robinie stellt nur geringe Anforderungen an den Standort. Mit Ausnahme von sehr dicht gelagerten Böden gedeiht sie auch auf armen und schlechter wasserversorgten Böden. Robinienholz ist hochwertig und kann auch im Außenbereich ohne weitere Holzschutzmaßnahmen eingesetzt werden. Häufig vorkommende Stammkrümmungen und vielfach tief angesetzte Zwiesel machen es im Allgemeinen aber schlecht nutzbar. Inwieweit die genetische Variation Ansatzpunkte für eine Auslese besonders nutzholztauglicher Robinienklone bietet, steht im Mittelpunkt der hier vorgestellten Versuchsserie. Die Überlegenen Prüfglieder sollen gemäß den Bestimmungen des Forstvermehrungsgutgesetzes (FoVG) als geprüftesVermehrungsgut zur Wertholzproduktion unterdem Markenzeichen silvaSELECT bereitgestellt werden. Während einer 5-jährigen Beobachtungsdauer waren die Klone aus ungarischer Züchtung den übrigen Prüfgliedern im Zuwachs und den Formeigenschaften überlegen. Teilweise waren die Ergebnisse überlagert durch eine Infektion mit dem Robinien-Kugelpilz (Diaporthe oncostoma), der als Hauptursache für eine ungewöhnlich erhöhte Mortalitätsrate auf zwei Versuchsflächen verantwortlich war. Diesbezüglich besteht weiterer Forschungsbedarf zur Virulenz des Schadpilzes und den Möglichkeiten zur Stärkung der potenziellen Wirtspflanze. Auf Basis der vorliegenden Ergebnisse kann deshalb noch keine abschließende Einschätzung zur Eignung der Robinie als Alternativbaumart im Klimawandel gegeben werden. Dennoch konnten zuwachsstarke und waldbaulich wertvolle Genotypen identifiziert werden, deren Zulassung als geprüftes Vermehrungsgut nach einer angemessenen weiteren Beobachtungszeit aussichtsreich erscheint.

Black locust (Robinia pseudoacacia L.) makes only low demands on the soil type. With the exception of very dense soils, it also thrives on poor and poorly watered soils. Black locust wood is of high quality and can also be used outdoors without further wood protection measures. Frequent trunk curvature and often deeply set tweezers make it generally difficult to use. To what extent the genetic variation offers starting points for a selection of especially useful Black locust clones is the focus of the trial series presented here. According to the provisions of the Forest Reproductive Material Act FoVG), the superior test elements are to be made available as tested reproductive material for the production of valuable timber under the trademark silvaSELECT. During a 5-year observation period some clones from Hungarian breeding were superior to the other test elements in growth and shape characteristics. The results were partly overlaid by an infection with the robinia spherical fungus (Diaporthe oncostoma), which was the main cause of an unusually increased mortality rate on two test plots.

Preview

Cite

Citation style:

Hofmann, Martin / Grotehusmann, Helmut / Schneck, Volker: Robinie - eine Option für den Klimawandel? - Erste Ergebnisse einer Klonprüfung. 2020.

Rights

Use and reproduction:

Export