Minderwirkungen von Glyphosat bei Mäuseschwanz-Federschwingel (Vulpia myuros)

Augustin, Bernd; Gehring, Klaus

Im Rahmen der alljährlichen Untersuchung von Verdachtsproben auf Herbizidresistenz aus Rheinland-Pfalz wurde 2018 eine Population des Mäuseschwanz-Federschwingels (Vulpia myuros L.) in einem Weinbaubetrieb in Rheinhessen gesammelt. Er wandert regelmäßig aus den Feldrainen in die herbizidbehandelten Rebzeilen ein. In mehreren Biotesten am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (Bad Kreuznach) und an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (Freising) konnte in den Jahren 2018 und 2019 nur eine unzureichende Wirkung von Glyphosat erzielt werden. Es besteht der begründete Verdacht auf eine nachlassende Sensitivität bzw. beginnende Resistenz gegenüber Glyphosat in der untersuchten Population aufgrund des langjährigen und wiederholten Einsatzes von Glyphosat. Weitere Untersuchungen sind erforderlich um die Ursache für die Minderwirkungen zu ermitteln.

In 2018, numerous weed seed samples were taken from fields within Rhineland-Palatinate (Germany) where herbicide resistance was suspected. One sample of annual fescue (Vulpia myuros L.) was collected in a winegrowing estate in Rhinehessen. Annual fescue frequently emigrates from the field margins into the wine rows. By conducting several bioassays at the Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (Bad Kreuznach, Rhineland- Palatinate) and at the Landesanstalt für Landwirtschaft (Freising, Bavaria) a poor efficacy of glyphosate was observed. There is a reasonable suspicion that repeated, long-time use of glyphosate might be the reason for a decreasing sensitivity or an evolving resistance in the V. myuros population investigated. Additional investigations are necessary to determine potential mechanisms involved in reduced herbicide sensitivity.

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Augustin, Bernd / Gehring, Klaus: Minderwirkungen von Glyphosat bei Mäuseschwanz-Federschwingel (Vulpia myuros). 2020. Julius Kühn-Institut.

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