Mulchsaaten von Zuckerrüben ohne Glyphosateinsatz

Petersen, Jan; Knopp, Annika; Berg, Volker

Mit drohenden Indikationseinschränkungen von Glyphosat im Ackerbau und dem eventuellen mittelfristigen Wegfall des Wirkstoffes stellt sich die Frage, wie und ob Mulchsaatsysteme von Sommerungen aufrechterhalten werden können. Am Beispiel von Zuckerrüben werden Ergebnisse aus drei Feldversuchsjahren präsentiert, in denen die Wechselwirkungen von Zwischenfrüchten und Bodenbearbeitungssystemen auf die Unkrautpopulationen und die Zuckerrübenetablierung aufgezeigt werden. Es wurden je nach Standort 12 bis 35 Systeme in 2 bzw. 4 Wiederholungen geprüft. Die Ergebnisse fallen sehr unterschiedlich aus. Je nach Jahreswitterung, Bodenbearbeitungssystem, Zwischenfrucht und Herbizideinsatz kann eine Zuckerrübenmulchsaat ohne Glyphosateinsatz sehr gut funktionieren aber auch scheitern. In vielen Fällen bedeutet ein Glyphosatverzicht einen deutlich höheren Aufwand an Bodenbearbeitung und teilweise auch einen zusätzlichen Einsatz von Herbiziden.

With the threat of restrictions on glyphosate use and the possible omission of the active substance in the medium term, the question arises as to whether and how soil conservation tillage systems of annual spring crops can be maintained. Using sugar beet, results from three years of field trials are presented in which the interactions between catch crops and soil tillage systems on weed populations and sugar beet establishment are demonstrated. Depending on the location, 12 to 35 systems were tested in 2 or 4 replications. The results are very different. Depending on the weather conditions, tillage system, catch crop and herbicide use, sugar beet seed without glyphosate can work very well, but it can also fail. In many cases, a waiver of glyphosate means a significantly higher effort for tillage and, in some cases, also an increase in the use of herbicides.

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Petersen, Jan / Knopp, Annika / Berg, Volker: Mulchsaaten von Zuckerrüben ohne Glyphosateinsatz. 2020. Julius Kühn-Institut.

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