Ein Ausstieg wäre machbar : Folgenabschätzung eines Verbotes der ganzjährigen Anbindehaltung von Milchkühen

Bergschmidt, Angela GND

Die Anbindehaltung von Rindern wird von der Gesellschaft kritisch gesehen und stellt gemäß dem Stand der wissenschaftlichen Beurteilung kein tiergerechtes Haltungsverfahren dar. Als besonders problematisch gilt die ganzjährige Anbindehaltung, bei der die Tiere das gesamte Jahr über im Anbindestand stehen und keinen Zugang zur Weide oder einem Auslauf haben. Das Verbot gnzjähriger Anbindehaltung von Milchkühen ist politisch ein "heißes Eisen", da gerade die kleinen Familienbetriebe in Süddeutschland stark davon betroffen wären. Betriebe in enger Dorflage, die keine Möglichkeit haben, Weide oder Auslauf zu bieten, müssten die Milcherzeugung an diesem Standort einstellen. Selbst bei einer zehnjährigen Übergangsfrist wären von einem Verbot immer noch circa 13.000 Betriebe mit rund 270.000 Kühen betroffen. Die Bundesregierung hat das Thünen-Institut mit der Abschätzung der Folgen eines Verbotes beauftragt. Nachfolgender Beitrag, geschrieben von einer Autorin des Berichts, zeigt neben den sozioökonomischen Auswirkungen einen Verbots auch Möglichkeiten auf, diese Betriebe so zu unterstützen, dass ihre Milchviehhaltung zukunfts- und gesellschaftsfähig wird.

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Bergschmidt, Angela: Ein Ausstieg wäre machbar : Folgenabschätzung eines Verbotes der ganzjährigen Anbindehaltung von Milchkühen. 2020.

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