Kleinbiotope in botanischer Sicht – ihre heutige Bedeutung für die Biodiversität von Agrarlandschaften

Dierschke, H.

Als Kleinbiotope werden hier nutzungsfreie, linienartige oder inselhafte Restflächen halbnatürlicher Vegetation in der Agrarlandschaft verstanden. Sie bilden wichtige Elemente für strukturreiche Gebiete und haben vielfach Refugialund Ausgleichsfunktion. Besonders betont werden kleinräumige Übergangsbereiche (Ökotone) mit krautiger Saumvegetation, die wesentlich zur Artendiversität beitragen. Wichtige Kleinbiotope werden genannt, gefolgt von einigen Beispielen (Waldrand, Weg- und Straßenränder, Weideränder, Uferrandstreifen). Die Neuanlage von Kleinbiotopen darf sich nicht auf Gehölzpflanzungen beschränken. Allgemein können neue Kleinbiotope alte nicht ersetzen, die über Jahrhunderte hinweg entstanden sind. Abschließend werden einige positive Effekte von Kleinbiotopen für die Biodiversität, aber auch Probleme der Biotopisolierung diskutiert.

Microbiotopes are non-cultivated small linear elements or islands with semi-natural vegetation in agricultural landscapes. They form important elements of structure-rich areas and have often the function of a refugium for threatened species and of ecological compensation. Special attention is made to fine-scaled ecotones with herbaceous fringe vegetation which contributes very much to a high speciesdiversity. Important microbiotopes are explained, followed by some examples (forest edges, road verges, pasture margins, marginal strips of ditches and rivulets). A new establishment of microbiotopes should not be limited to planting of woody species. New microbiotopes cannot compensate older ones which have developed over centuries. Finally some positive effects of microbiotopes for biodiversity but also problems of biotope isolation are discussed.

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Dierschke, H.: Kleinbiotope in botanischer Sicht – ihre heutige Bedeutung für die Biodiversität von Agrarlandschaften. 2000.

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