Viability of cork-enriched feed in trout farming – An agri benchmark fish study on innovative aquaculture techniques

Behrens, Gesine Maren GND; Lasner, Tobias GND; Brinker, Alexander GND; Schumann, Mark

Feed costs are a crucial factor in trout farms. For farmers endeavoring to maximize profitability, improving feed management is an essential consideration. The introduction of cork-enriched feed has been tested in the previous studies, which focused the technological and environmental performance of the new feed. Against that background our study analyses the potential economic benefits of a cork-enriched feed on farm level. Cork-enriched fish feed in a production systems could enable a twin-track approach, which enhances the quality of water and the profitability of a fish farm at the same time. Based on agri benchmark fish farm models our study projects the implementation of the innovative feed in selected German trout farms to test the economic viability and analyse the effects towards farms’ profitability. Given that feed is the most important outlay in trout farming, the expense of the cork feed system initially leads to heavy losses or marginal returns and declining operational results in all modeled scenarios. Notwithstanding, the opportunity to reduce labor and oxygen demand or use the saved inputs to increase productivity indicate that cork feed has potential to increase overall profitability depending on the scale of farm. The results of the current study lead us to conclude that the use of cork-enriched feed, with feed costs of € 1.44 per kg trout, is not profitable for smaller operations. The picture for large farms, which are up to now untypical for Germany, using cost intensive filtration techniques is very different. Here, increased profits can be achieved relatively fast, even under current levels of production. If an increase in production is achieved, then the cork feed makes a highly economic alternative to conventional feed.

In der Forellenerzeugung spielt die Wasserqualität eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Produktion. In den heute vorherrschenden (Teil-) Kreislaufsystemen der Forellenzucht fällt ein wichtiges ökonomisches wie ökologisches Augenmerk auf die Wasserreinigung und -aufbereitung. Dessen Aufgabe ist es u.a. Feststoffe wie Kot oder Futterreste aus dem Wasser zu filtrieren und für eine weitere Nutzung, z.B. zur Düngung landwirtschaftlicher Flächen, aufzubereiten. Das Absinken der Feststoffe macht diese Aufgabe sehr aufwändig. Die Fischereiforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg untersuchte daher die Verwendung eines Futters mit dichtereduzierendem Füllstoff in der Forellenzucht, das ein Absinken des Kots verhindert. Kork erwies sich als geeignetes Material, das sowohl fischphysiologisch als auch technisch den Tauglichkeitstest bestand. Unser Artikel beschreibt die ökonomischen Auswirkungen für Betriebe und diskutiert etwaige Wettbewerbsvorteile in unterschiedlichen Szenarien, die durch eine Umstellung von konventionellem auf das innovative Korkfutter entstehen könnten. Dabei werden die Einführung des innovativen Kork-Fischfutters mit Hilfe von agri benchmark Modellbetrieben simuliert. Unsere Ergebnisse zeigen, dass das System Korkfutter zunächst aufgrund der erheblich höheren Futterkosten zu starken Einbußen führt. Sowohl die Deckungsbeiträge als auch die Betriebsergebnisse sinken in allen Szenarien. Erst die Möglichkeit mit dem Einsatz des Korkfutters Arbeit und Sauerstoff einzusparen oder die eingesparten Ressourcen in eine Produktionssteigerung um 10 bzw. 20 % zu investieren, zeigt das Potential des Korkfutters zur Verbesserung der Profitabilität deutlich. Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ist dabei stark von der Größe der Aquakultur abhängig. Unsere Untersuchung lässt den Schluss zu, dass sich der Einsatz von Korkfutter bei Futterkosten von 1,44 EUR je kg erzeugten Fisch für kleinere Betriebe nicht rentieren würde. Zu niedrig sind die Einsparungen bei der Maschinenausstattung, der Maschinenwartung, dem Strom und den Abschreibungen; zu hoch die neuen Futterkosten. Für sehr große Betrieb allerdings wie den 500 t Forellen erzeugenden Modellbetrieb kann bereits jetzt Profitabilität recht schnell und auch mit nur wenigen Änderungen verbessert werden. Kommt zudem noch eine Produktionssteigerung in Frage, so könnte die Umstellung auf das Korkfutter für diese Betriebe eine gute ökonomische Alternative zum konventionellen Futter sein. Solche Betriebe sind in Deutschland aber (noch) selten.

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Behrens, Gesine / Lasner, Tobias / Brinker, Alexander / et al: Viability of cork-enriched feed in trout farming – An agri benchmark fish study on innovative aquaculture techniques. Braunschweig 2019. Johann Heinrich von Thünen-Institut.

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