Topfversuche mit drei Pappelstandardsorten - Möglichkeiten und Herausforderungen

Krabel, Doris; Groschke, Maximilian GND; Korn, Sandra; Meyer, Matthias; Müller, Rosi GND; Solger, Alexander GND; Winkler, Lina; Weigand, Marie GND

Experimente mit getopften Pflanzen im Gewächshaus stellen eine gute Möglichkeit dar, physiologische sowie morphologische Eigenschaften und Reaktionen der Probanden unter kontrollierten Bedingungen zu beobachten und miteinander zu vergleichen. Besonders die Wiederholbarkeit der Versuchsanlage und die Beobachtung interessierender Merkmale unter definierten Bedingungen macht diese Experimente attraktiv. In der forstlichen Züchtungsarbeit spielen Topfversuche im Gewächshaus mit Bäumen bisher jedoch kaum eine Rolle. Gründe dafür sind zum einen die lange Entwicklungszeit von holzigen Pflanzen und damit einhergehend die Ausprägung interessierender Merkmale erst nach Jahren oder Jahrzehnten. Zum anderen macht die Größe älterer Pflanzen Topfversuche impraktikabel. Dennoch können Gewächshausexperimente mit jungem Pflanzenmaterial (Sämlinge oder Setzlinge) eine wichtige Ergänzung zu Feldversuchen darstellen. Anhand von Topfversuchen, die in den Jahren 2012 und 2016 unter vergleichbaren Versuchsbedingungen im Gewächshaus mit Steckhölzern der Pappelstandardsorten Max 3, Hybride 175 und AF2 durchgeführt wurden, wird versucht, die Herausforderungen und Möglichkeiten aufzuzeigen, die derartige Versuchsanlagen mit sich bringen. Die Ergebnisse zeigen, dass abiotische und genetische Faktoren einen Einfluss auf das frühe Spross- und Wurzelwachstum von Pappelstecklingen haben und dass Topfversuche unter kontrollierten Bedingungen auch für forstlich relevante Baumarten geeignet sind.

Experiments with potted plants in the greenhouse are an excellent opportunity to test morphological and physiological reactions of plants under controlled environmental conditions. Especially the repeatability of these experiments and the possibility to observe specific traits under defined conditions make such experimental design attractive for breeding purposes. Nevertheless, until today those experiments do not play a significant role in forest tree breeding projects. Among others, reasons are the relatively long developmental time of the plants and, associated with this, the development of economically or ecologically important traits after several years or decades. In addition, the above and belowground size of older plants often poses problems. Based on pot experiments carried out in 2012 and 2016 with hardwood cuttings of the same set of plant material (Max3, Hybride 275, AF2) under comparable environmental conditions, the challenges of the experimental design will be discussed. In our study, traits of interest were shoot and root length, the root-shoot-ratio, leave dry mass and root dry mass under optimal watered conditions and under dry conditions.

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Krabel, Doris / Groschke, Maximilian / Korn, Sandra / et al: Topfversuche mit drei Pappelstandardsorten - Möglichkeiten und Herausforderungen. 2018.

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