Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Fischerei durch Entwicklung innovativer, praxistauglicher PAL-Warngeräte zur Minimierung von Schweinswal-Beifängen - Schlussbericht des Teilprojektes 1

Dorrien, Christian von GND; Chladek, Jérôme

Der von der F3: Maritime Technology UG (haftungsbeschränkt) entwickelte neue Schweinswal-PAL (Pat.) erzeugt naturgetreue Kommunikationssignale der Tiere, um sie in ihrer eigenen Sprache vor Gefahren in ihrer Umgebung zu warnen. Durch die Stimulierung der Echoortung und die Erhöhung der akustischen "Sichtbarkeit" von Netzen und Hindernissen soll der Beifang reduziert werden. Während Schweinswale akustische Vergrämer wie Pinger meiden, führt der Schweinswal- PAL nur zu einer leichten Erhöhung des Mindestabstandes der Tiere und die Klickrate der Tiere ist erhöht. Der Schweinswal-PAL wurde zwischen 2014 und 2016 vom Thünen-Institut für Ostseefischerei, Rostock, in der professionellen dänischen und deutschen Fischerei getestet. Dabei hat das Gerät in der westlichen Ostsee zu einer statistisch signifikanten Verringerung der Beifänge von Schweinswalen von rund 70% geführt. Es gab keine Auswirkung auf den Fang der Zielarten. Seit dem Frühjahr 2017 setzt das Ostsee-Infocenter in Eckernförde in einer Validierungsund Teststudie mit den Fischern in Schleswig-Holstein 1.680 Schweinswal-PAL ein. Weiter östlich, in Mecklenburg-Vorpommern, sowie an der dänischen und schwedischen Ostseeküste könnte der Schweinswal-PAL ebenfalls jetzt helfen, den Beifang der Tiere erfolgreich zu verringern. Aufbauend auf der PAL-Hardware bietet F3: Maritime Technology UG (haftungsbeschränkt) auch PAL mit den in EU und USA zugelassenen Eigenschaften für Pinger an. Alle Geräte sind programmierbar und können ab Werk für das jeweilige Einsatzgebiet individuell neu angepasst werden.

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Dorrien, Christian / Chladek, Jérôme: Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Fischerei durch Entwicklung innovativer, praxistauglicher PAL-Warngeräte zur Minimierung von Schweinswal-Beifängen - Schlussbericht des Teilprojektes 1. Rostock 2018. Thünen-Institut für Ostseefischerei.

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