Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln

Weißenborn, Anke; Bakhiya, Nadiya; Demuth, Irmela; Ehlers, Anke; Ewald, Monika; Niemann, Birgit; Richter, Klaus; Trefflich, Iris; Ziegenhagen, Rainer; Hirsch-Ernst, Karen Ildico; Lampen, Alfonso

About one third of the adults in Germany are using food supplements regularly. Besides vitamins and minerals, these products also contain other substances such as amino acids, fatty acids, plant extracts or microorganisms. Advertising promises positive effects for health, well-being and improved performance. Product safety issues are rarely discussed. Already in the year 2002, a directive (2002/46/EC) on the approximation of the laws of the EU Member States concerning food supplements was adopted, which also provides settings of maximum levels. Since then, different models for the quantitative derivation of maximum levels for vitamins and minerals have been developed and discussed in Germany and other European countries. However, to date no binding maximum levels for vitamins and minerals in food supplements have been set at EU level. Meanwhile, EU member states such as Denmark and France have adopted national regulations. Against this background, the Federal Institute for Risk Assessment (BfR) has developed proposals for maximum levels for vitamins and minerals in food supplements. Vitamin and mineral supplements which comply with these recommendations and are taken according to the manufacturer’s instructions are safe for persons from 15 years of age.

In Deutschland greift etwa ein Drittel der Erwachsenen regelmäßig zu Nahrungsergänzungsmitteln (NEM). Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthalten die Produkte teilweise auch sonstige Stoffe mit physiologischer Wirkung wie Aminosäuren, Fettsäuren, Pflanzenextrakte oder Mikroorganismen. Die Werbung verspricht positive Effekte für Gesundheit, Wohlbefinden und verbesserte Leistungsfähigkeit. Fragen zur Produktsicherheit werden selten thematisiert. Schon im Jahr 2002 wurde in der Europäischen Union (EU) eine Richtlinie (2002/46/EG) zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über NEM erlassen, die auch die Festlegung von Höchstmengen vorsieht. In Deutschland und anderen europäischen Ländern wurden seither verschiedene Modelle für die Höchstmengenableitung für Vitamine und Mineralstoffe entwickelt und diskutiert. Bis heute wurden jedoch auf EU-Ebene keine verbindlichen Höchstmengen festgelegt. Länder wie Dänemark und Frankreich haben daher mittlerweile nationale Regelungen getroffen. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf Basis des derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstandes Vorschläge für Vitamin- und Mineralstoffhöchstmengen in NEM erarbeitet. Produkte, die diese Empfehlungen einhalten und entsprechend den Herstelleranweisungen eingenommen werden, sind für Personen ab 15 Jahren sicher.

Vorschau

Zitieren

Zitierform:

Weißenborn, Anke / Bakhiya, Nadiya / Demuth, Irmela / et al: Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln. 2018.

Rechte

Nutzung und Vervielfältigung:

Export