Sanierung einer ALS-resistenten Apera spica-venti-Population - Ein drei-faktorieller Dauerversuch

Köhler, Lisa; Warnecke-Busch, Goßswinth; Wolber, Dirk Michael; Breiding, Matthias

Anhand eines mehrjährigen Versuches soll eine Fläche, mit hohem Besatz an Windhalm (Apera spica-venti), in der Region Hannover saniert werden. Der Windhalm auf der Fläche ist ALS-resistent. Die Fruchtfolge war und ist Winterraps- Winterweizen-Winterweizen. Der Versuch wurde 3-faktoriell aufgebaut. Einen ersten Faktor stellte die Bodenbearbeitung (einmaliger Einsatz eines Pfluges/ Mulchsaat) dar. Die Anwendung von Kerb Flo (Propyzamid) (mit Kerb Flo/ ohne Kerb Flo) in Rapsjahren wurde als zweiten Faktor in den Versuch integriert. Als dritter Faktor wurde die Behandlung mit 9 verschiedenen Getreideherbiziden in Jahren mit Getreideanbau angelegt. Anhand der Versuchsergebnisse stellte sich heraus, dass ein einmaliges Pflügen den Windhalmbesatz in den darauffolgenden 3 Jahren deutlich senkte. Der Besatz nahm jedoch mit den Jahren wieder zu. Der Einsatz von Kerb Flo hatte einen positiven Effekt auf die Anzahl der Windhalmrispen im folgenden Getreidejahr vor allem in der Grubbervariante. Auch aufgrund des Wirkstoffwechsels (Kerb Flo, HRAC: K) war die Anwendung von Kerb Flo positiv zu bewerten. Die Getreideherbizide zeigten unterschiedliche Wirkungen. Dabei hatte das Herbizid Broadway (Florasulam und Pyroxsulam, HRAC: B) in der Wirkung am schlechtesten abgeschnitten, wodurch nochmals die ALS Resistenz bestätigt wurde. Die beste Lösung im Bereich der Anwendung von Getreideherbiziden, auch hinsichtlich der Resistenzsituation, war die Anwendung des Bodenherbizides Herold SC (Diflufenican und Flufenacet) im Herbst.

Vorschau

Zitieren

Zitierform:

Köhler, Lisa / Warnecke-Busch, Goßswinth / Wolber, Dirk / et al: Sanierung einer ALS-resistenten Apera spica-venti-Population - Ein drei-faktorieller Dauerversuch. 2018.

Rechte

Nutzung und Vervielfältigung:

Export