Unkraut-Monitoring 2.0 - Erste Ergebnisse zur aktuellen Unkrautvegetation im Mais

Pannwitt, Heike; Krato, Christoph; Gerowitt, Bärbel

Die Anbaufläche von Mais ist seit 2004 bundesweit um 47 % gestiegen und wird hauptsächlich für die Silomaisproduktion verwendet. Die höchsten Ernteverluste werden durch konkurrierende Unkräuter verursacht. Die Stetigkeit und Verbreitung der Unkräuter ist abhängig von den Faktoren Umweltbedingungen, Management und Zeit. In einem deutschlandweiten Unkraut-Monitoring der Universität Rostock in Kooperation mit der Syngenta Agro GmbH wurden (i) die aktuelle Unkrautvegetation im Mais sowie (ii) betriebs- und flächenspezifische Merkmale erfasst. Im Jahr 2017 wurden bundesweit 311 Flächen bonitiert. Um die aktuelle Unkrautvegetation zu erfassen, wurde in Spritzfenstern die Arthäufigkeit und der Deckungsgrad der Unkräuter im 4-8-Blatt-Stadium des Maises bestimmt. Die Bonitur erfolgte innerhalb des 100 m² großen Spritzfensters auf einer Fläche von jeweils 0.1 m² in 10-facher Wiederholung. Die erfassten Unkräuter im Mais wurden entsprechend ihrer Stetigkeit und Pflanzendichte pro m² analysiert. Im Vergleich zu vorherigen Unkrautmonitorings zeigt die Liste der 15 stetigsten Unkräuter eine ähnliche Artenzusammensetzung, Zubzw. Abnahme in der Bedeutung der häufigsten Arten und neue Arten in der Liste. Die Verteilung und Dichte der Unkrautarten, wie Solanum nigrum und Alopecurus myosuroides beschränkt sich entsprechend, auf den Nordwesten bzw. auf die Mitte und den Süden Deutschlands. Die Ergebnisse aus dem Unkrautmonitoring 2017 zeigen erste Trends für die aktuelle Unkrautflora im Mais. Um Sicherheit über die Ergebnisse zu erhalten, wird das Monitoring im Jahr 2018 fortgeführt.

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Pannwitt, Heike / Krato, Christoph / Gerowitt, Bärbel: Unkraut-Monitoring 2.0 - Erste Ergebnisse zur aktuellen Unkrautvegetation im Mais. 2018.

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