Die Andenlupine – Eine Hülsenfrucht mit Potenzial als Energiepflanze

Roux, Steffen GND; Höppner, Frank GND; Wiedow, Denny; Kanswohl, Norbert; Beck, Margitta; Deyerler, Manuel

Die wachsende Bedeutung von pflanzlicher Biomasse für die bioenergetische Verwertung führte zur Konzentration auf wenige, leistungsstarke Kulturarten. Deshalb wurden Herkünfte der Andenlupine mit Weißer und Blauer Lupine in ihrer Leistungsfähigkeit als alternativer, erneuerbarer Energieträger untersucht. Dabei wurde (1) das Potenzial verschiedener Lupinenarten zur Biomasseproduktion sowie (2) deren Eignung als Hauptfrucht oder Zweitfrucht geprüft. In Batch-Versuchen erfolgte (3) die Bestimmung der Biogas- und Methanerträge und (4) wurden PGR der Andenlupine auf die Eignung zur Biomasseproduktion evaluiert. Zusätzlich erfolgte (5) die Prüfung des leistungsstärksten Materials in Bezug auf Anthraknose. Es wurden leistungsstarke Herkünfte sowohl der Andenlupine als auch der Weißen Lupine identifiziert, die im Infektionsversuch teilweise einen nur schwachen Anthraknosebefall aufwiesen. Die Methanerträge lagen bei Anden- und Weißen Lupinen maximal bei 3698 bzw. 3088 Nm3/ha. Zusätzlich konnten vielversprechende PGR der Andenlupine identifiziert werden. Zusammenfassend zeigte sich, dass südamerikanische Andenlupinen aufgrund ihrer photoperiodischen Sensitivität besonders im Norddeutschen Raum ein hohes Potenzial zur Produktion von Biomasse aufweisen und so als N-fixierende Kultur die Nutzung ökosystemarer Leistungen im Energiepflanzenanbau ermöglichen und zur Kulturarten-Diversifizierung beitragen können.

Files

Cite

Citation style:

Roux, Steffen / Höppner, Frank / Wiedow, Denny / et al: Die Andenlupine – Eine Hülsenfrucht mit Potenzial als Energiepflanze. 2017.

Rights

Use and reproduction:
All rights reserved

Export