NDV-Antikörperuntersuchungen in Sachsen-Anhalt 2005 bis 2010

Kenklies, S.; Denzin, Nicolai GND; Noack, U.

In den Hühner- und Truthühnerbeständen des Landes Sachsen-Anhalt ist die Kontrolle der Einhaltung der Impfpflicht nach § 7 der Geflügelpestverordnung vom 20.12.2005 per Runderlass des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt geregelt. Dazu werden stichprobenweise Impftiterbestimmungen aus Eidotterproben oder Serum im Rahmen der betrieblichen Eigenkontrollen und amtlicher Kontrollen durchgeführt. Die Einsendungen zur ND-Serologie von 2005 bis 2010 wurden hinsichtlich ihrer Titerhöhen im HAH ausgewertet. Dabei wurde deutlich, dass die durchschnittlichen Titer im Lauf der Jahre abfallend sind, zudem ist die Anzahl der Einsendungen fast stetig gesunken. Nur selten sind Informationen über das Alter der Tiere, den verwendeten Impfstoff sowie das Impfschema zu erhalten. Es fällt auf, dass Proben aus großen Betrieben durchweg höhere HAH-Titer erreichen als Proben aus Kleinsthaltungen. Dies ist auf die regelmäßige Impfung der Großbestände und die unregelmäßige oder ausbleibende Impfung der kleinen Geflügelhaltungen zurückzuführen. In keinem untersuchten Bestand fielen extrem hohe Titer auf. In den fünf Jahren wurden 14 PMV-Isolate angezüchtet. Die meisten (11) stammten von Tauben und wurden im Referenzzentrum als Paramyxoviren-1 vom Taubentyp identifiziert. Zwei Isolate stammen von der Pute, eines von einem Huhn. Es handelte sich hier um reisoliertes Impfvirus. Somit gibt es keinen direkten Hinweis auf die Zirkulation von NDFeldviren im impfpflichtigen Wirtschaftsgeflügel.

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Kenklies, S. / Denzin, N. / Noack, U.: NDV-Antikörperuntersuchungen in Sachsen-Anhalt 2005 bis 2010. 2011.

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