Salmonellose der Rinder - Empfehlungen zur Vorgehensweise nach Feststellung eines Ausbruchs

Methner, Ulrich GND

Die Rinder-Salmonellose ist eine anzeigepflichtige Erkrankung. Die "Verordnung zum Schutz gegen die Salmonellose der Rinder" legt fest, wann eine amtliche Feststellung der Salmonellose in einem Rinderbestand auszusprechen ist und welche Maßnahmen einzuleiten sind. In Deutschland werden gegenwärtig ca. 100 Rinder-Salmonellose-Ausbrüche/Jahr angezeigt. Salmonella Typhimurium und Salmonella Dublin sind mit Anteilen von ca. 40% bzw. 20% die dominierenden ausbruchsverursachenden Serovaren. Da es kein Standard-Eintragsmuster und kein Standard-Ausbreitungsmuster für Salmonellen in den Beständen gibt, müssen die Maßnahmen zur Verhinderung der Einschleppung und die Strategien zur Vermeidung der Erreger-Ausbreitung das Ergebnis der bestandspezifi schen Analyse der Ausbreitungswege unter kritischer Berücksichtigung der Betriebsabläufe sein. Grundlage für eine wirksame Bekämpfung der Rinder-Salmonellose ist die Einrichtung eines auf die Hygiene ausgerichteten gesamtbetrieblichen Managementsystems zur nachhaltigen Unterbrechung der betriebsinternen Salmonella-Ausbreitungswege. Insbesondere im Reproduktions- und Kälberbereich sollte durch effektive Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen eine Erregerausbreitung vermieden werden. Darüber hinaus können Immunisierungen mit Salmonella- Lebend- und Inaktivatimpfstoffen zur Steigerung der Widerstandsfähigkeit der Tiere eingesetzt werden.

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Methner, Ulrich: Salmonellose der Rinder - Empfehlungen zur Vorgehensweise nach Feststellung eines Ausbruchs. 2012.

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