Federpicken und Kannibalismus bei Ökoputen: Landwirte haben Probleme im Fokus

Habig, C.; Hartung, J.; Berk, Jutta GND; Spindler, B.

Wenn es um die Haltung nicht schnabelgekürzter Puten geht, kann auf die Erfahrungen von Ökohaltern zurückgegriffen werden. Deshalb wurden im Rahmen eines Projektes in Niedersachsen einige von ihnen zu diesem Thema befragt und ihre Herden in Augenschein genommen. In der ökologischen Putenhaltung in Deutschland werden schon seit einige­n Jahren Erfahrungen mit nicht schnabelgekürzten Puten gemacht, denn das Schnabelkürzen ist auf Biobetrieben nicht zulässig. Allerdings gibt es kaum systematische Aufzeichnungen über Häufigkeit und Ausmaß von Federpicken und Kannibalismus sowie zu kurz­fristigen und strategischen Präventions- und Gegen­maßnahmen, falls diese Verhaltensstörungen in der ökologischen Putenhaltung auftreten. Das hier vorgestellte Projekt wird vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährun­g, Landwirtschaft und Ver­braucherschutz finanziell gefördert. Ziel ist es, belastbares Daten- und Zahlenmaterial über Vorkommen und Umfang von Federpicken und Kannibalismus in der ökologischen Putenhaltung zu er­mitteln sowie diejenigen Haltungs- und Manage­mentbedingungen zu charakterisieren, mit denen diese Verhaltens­störungen in Zusammenhang stehen und mit denen sie gegebenenfalls vermindert oder vermieden werden können. Mittelfristig sollen diese Erkenntnisse dazu genutzt werden, Kriterien aufzustellen, um dem Tierschutzziel, auf das Schnabel­kürzen bei Puten zu verzichten, näher zu kommen.

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Habig, C. / Hartung, J. / Berk, Jutta / et al: Federpicken und Kannibalismus bei Ökoputen: Landwirte haben Probleme im Fokus. 2013.

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