Rote Vogelmilbe: Kleiner Quälgeist richtet großen Schaden an

Schulz, Johanna GND; Ulrichs, C.; Hafez, H.M.; Berk, Jutta GND

Die Rote Vogelmilbe kommt vor allem in Legehennenbeständen vor und richtet dort großen Schaden an. Nur wer diesen Parasiten und seine Eigenschaften genau kennt, weiß, wo bei seiner Bekämpfung anzusetzen ist. Die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) gilt schon lange als der bedeutendste Ektoparasit bei Legehennen. Sie verursacht mit die größten Probleme in der europäischen Legehennenhaltung. Ein starker Befall kann zu einer Beeinträchtigung des Tierwohls und zu einem erheblichen wirtschaftlichen Schaden führen. Hinzu kommt, dass sich die Bekämpfung dieses Parasiten als sehr schwierig erweist und zur Verfügung stehende Bekämpfungsmittel vor allem im ökologischen Bereich rar sind. Vermehrungsrate und Überlebensdauer der Roten Vogelmilbe hängen sehr stark von den äußeren Bedingungen ab. Für die Fortpflanzung adulter Milben gelten 25 °C als optimale Umgebungstemperatur. Die anderen Entwicklungsstadien bevorzugen Temperaturen bis 37 °C. Dabei ist die Überlebensrate bei hohen relativen Luftfeuchten am besten. Unter guten Bedingungen ist die Stoffwechsel- und Vermehrungsaktivität der Milben hoch und die Überlebensdauer liegt bei ca. acht Wochen. Ist kein Wirt erreichbar, wird die Stoffwechsel- und Vermehrungsaktivität heruntergefahren. In diesem Zustand können Rote Vogelmilben Hungerperioden von bis zu 34 Wochen überleben und so problemlos Serviceperioden überdauern.

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Schulz, Johanna / Ulrichs, C. / Hafez, H.M. / et al: Rote Vogelmilbe: Kleiner Quälgeist richtet großen Schaden an. 2013.

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