Ein Weihnachten ohne Zimtsterne? Über die Bioverfügbarkeit von Cumarin in Cassia-Zimt

Abraham, K.; Pfister, M.; Wöhrlin, F.; Lampen, A.

Cumarin in Zimtgebäck hatte in der Weihnachtszeit 2006 für viel Wirbel gesorgt. Der natürliche Inhaltsstoff von Cassia-Zimt wurde in hohen Konzentrationen oberhalb des damaligen Höchstwertes nachgewiesen. Besonders mit Blick auf Kinder stellte sich die Frage, wie viele Zimtsterne pro Tag ohne gesundheitliche Risiken gegessen werden können. Cumarin ist schon lange als lebertoxischer Stoff bekannt – sowohl im Tierversuch als auch beim Einsatz als Medikament für den Menschen. Dabei wurde jedoch die isolierte chemische Substanz betrachtet. Doch erreicht Cumarin, wenn es in die Strukturen der Pflanzenrinde des Zimts eingebunden ist, überhaupt den Körper des Menschen in gleicher Weise wie bei Einnahme einer Cumarin-Tablette? Möglicherweise könnte die Substanz im Zimt weniger „bioverfügbar“ und daher weniger bedenklich sein. Mit dieser Frage haben sich Wissenschaftler des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) befasst.

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Abraham, K. / Pfister, M. / Wöhrlin, F. / et al: Ein Weihnachten ohne Zimtsterne? Über die Bioverfügbarkeit von Cumarin in Cassia-Zimt. 2011.

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