Bleibelastung von Wildbret durch Verwendung von Bleimunition bei der Jagd

Kenntner, N.; Bandick, N.; Berg, K.; Blume, K.; Gerofke, A.; Lahrssen-Wiederholt, M.; Lindtner, O.; Schafft, H.; Wobst, B.

Wildfleisch gehört zu den am höchsten mit Blei belasteten Lebensmitteln, da die traditionell verwendete Jagdmunition Bleifragmente und kleinste Splitter im Wildbret hinterlassen kann. Die Bleiaufnahme durch Grundnahrungsmittel ist in Deutschland relativ hoch. Deshalb berechnete das BfR die zusätzliche Bleiaufnahme durch den Verzehr von jagdlich erlegtem Wild. Bei einem durchschnittlichen Verzehr von 1-2 Gramm Wild pro Tag besteht für Verbraucherinnen und Verbraucher kein gesundheitliches Risiko im Vergleich zur Bleiaufnahme durch den Konsum von Grundnahrungsmitteln. Bei Vielverzehrern von Wild mit 1-2 Wildmahlzeiten pro Woche, wie Jäger und ihre Familien, besteht allerdings durch den Wildfleischkonsum ein gesundheitliches Risiko durch eine hohe Bleiaufnahme. Das BfR rät deswegen, dass Kinder, Schwangere und Frauen im gebärfähigen Alter auf den Verzehr von mit Bleimunition geschossenem Wild verzichten sollten und Verbraucherinnen und Verbraucher über die Gesundheitsrisiken von mit Bleimunition geschossenem Wild aufzuklären.

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Kenntner, N. / Bandick, N. / Berg, K. / et al: Bleibelastung von Wildbret durch Verwendung von Bleimunition bei der Jagd. 2011.

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